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Integrierte Religionspädagogik
Integrierte Religionspädagogik durchzieht den gesamten pädagogischen Alltag in der Kita. Sie versteht sich nicht als zusätzliches Konzept „oben drauf“, sondern als Grundhaltung, auf der das Leben in der Kita aufbaut. Sie fordert die Fachkraft heraus, Kindern sowohl im alltäglichen Umgang als auch mit biblischen Geschichten, christlichen Liedern und Symbolen, Bildern und Gebeten zu helfen, Erfahrungen des Vertrauens und der Hoffnung zu machen und Gott als Lebensbegleitung zu entdecken.
Das macht integrierte Religionspädagogik aus:
- Aufmerksamkeit für die religiösen Dimensionen im Alltag
- Antwortangeboten auf die Grundfragen des Lebens
- Begründung der sozial-pädagogischen Arbeit vom christlichen Menschenbild her
- Angemessene Vermittlung christlicher Überlieferungen
- Kompetenz im Umgang mit unterschiedlichen religiösen Verwurzelungen
- Verständnis der Kindertagesstätte als Teil der Kirchengemeinde
Religionen tragen sich weiter, indem Geschichten erzählt, Rituale gelebt und Beziehungen gestaltet werden. Damit Kinder ihren eigenen Glauben entdecken und entwickeln können, brauchen sie kompetente Menschen, die Zeit und Raum für religiöse Erfahrungen ermöglichen. Sie brauchen Gegenüber, die als Personen befragbar sind und vorleben, wie sie in ihrem Glauben zu Hause sind.
Die Theologisch Religionspädagogische Grundqualifizierung (TRG) ist für die Mitarbeitenden ein Angebotintegrierte Religionspädagogik für sich selbst zu entdecken. Um eigene Perspektiven für die religionspädagogische Arbeit mit den Kindern entwickeln zu können, ist es hilfreich, mehr über die christliche Traditionen zu erfahren und die Spuren des eigenen Glaubens (weiter-) zu verfolgen.
Die Theologisch Religionspädagogische Aufbauqualifizierung (TRA) dient der Vertiefung dieses Prozesses. Vor allem die Möglichkeiten und der Gewinn des interreligiösen Miteinanders in der Kindertagesstätte kommen hier in den Blick.
Rund 560 Mitarbeitende evangelischer Kindertageseinrichtungen in Schleswig-Holstein haben bis 2009 bereits an der Theologisch Religionspädagogischen Grundqualifizierung teilgenommen, es gibt eine lange Warteliste. Diese Langzeitfortbildung wird im wesentlichen von der Nordelbischen Kirche finanziert.
