Kita 02 J (G) 2019

Das Recht des Kindes auf Spielen/Bildung

2-tägige Fortbildung für die pädagogische Arbeit mit Kindern im Alter von 0-6 Jahren

Termin:

05. und 06.09.2019; jeweils 9:30-16:30 Uhr

Inhalte:

Die 2-tägie Fortbildung fokussiert das Freie Spiel nach Pikler/ Hengstenberg als Bildungsarbeit im besten Sinne. 1935 begegneten sich Emmi Pikler (1902-1984) und Elfriede Hengstenberg (1892-1992). Sie stellten im gegenseitigen Austausch ihrer Erfahrungen fest, dass sie, unabhängig voneinander, dem gleichen Ansatz folgten, das Kind von Anfang an als vollwertige Persönlichkeit zu achten und Kinder so zu begleiten, dass sie sich auch selbst, selbständig, in ihrem eigenen Entwicklungstempo entwickeln und entfalten, bzw. nachentfalten können.

Der erste Fortbildungstag werden Impulse aus der Kleinkindpädagogik von Emmi Pikler für eine achtsame Begleitung von Anfang an erarbeitet. Die Annäherung an die Pikler-Arbeit konzentriert sich auf den Spiel- und Bewegungsansatz Emmi Pikler. Dies geschieht

- praktisch: Mit einfachen Spiel- und Bewegungsmaterialien experimentierend, eignen wir uns wieder die nötigen Kenntnisse über die selbständige Bewegungsentwicklung des Kindes vom Liegen bis zum Gehen an.

- theoretisch: Die Beschäftigung mit der jahrzehntelangen Pikler-Arbeit anhand von Dokumentationen (Film, Fotos, Texten) hilft uns, die bewegungs- und spielpädagogische Didaktik der Pikler-Arbeit sowohl hinsichtlich der vorbereiteten Umgebung als auch in Bezug auf die Rolle der erwachsenen Begleitperson bewusst zu machen.

- und spielend-forschend: Die Kernbegriffe der Pikler-Arbeit wie autonome Bewegungsentwicklung, Eigeninitiative des Kindes, freies Spiel, vorbereitete Umgebung und vertraute Beziehung zwischen Erwachsenem und Kind werden sich im Laufe unserer Entdeckungsreise mit Leben füllen.

Am zweiten Fortbildungstag geht es um die Spiel- und Bewegungspädagogik von Elfriede Hengstenberg. Für Kinder ist es nur natürlich zu lernen, d.h. sich mit allen Sinnen mit sich selbst und mit ihrer Mit- und Umwelt auseinanderzusetzen. Dies geschieht über Bewegung. Genauso ist es für Kinder nur natürlich, sich frei bewegen zu können. Dies geschieht im Spiel. Lernen geschieht natürlich, also spielerisch, denn Spielen ist der beste Ort zu lernen.

Elfriede Hengstenberg begann, Bewegungsgeräte zu entwickeln, die die Kinder zum ständigen Ausprobieren und Experimen¬tieren herausforderten.

Wichtige Impulse für eine an der natürlichen Lern- und Auseinandersetzungsbereitschaft von Kindern orientierten Begleitung können wir aus der Hengstenberg-Arbeit bekommen, auf deren seit Jahrzehnten bewährte Spiel- und Bewegungspraxis wir uns

- theoretisch (Fotos, Berichte, Film) un

- praktisch (im Spiel mit einfachen Hengstenberg-Bewegungsmaterialien) beziehen.

Im Mittelpunkt von Elfriede Hengstenbergs Spiel- und Bewegungsansatz steht die behutsame bewegungspädagogische Unterstützung des kindlichen Eroberungs- und Forschungsdranges. Die Kinder sollen selber erkennen, zu welchen Bewegungen der eigene Körper fähig ist und dabei Raum- und Körpergrenzen fühlen. Die Kinder werden nicht zu Turn- und Sportübungen animiert, sondern können spielerisch eigene Ideen umsetzen.

Erfahrungszeiten wechseln mit Gesprächszeiten ab. Letztere dienen der Reflexion und der Vernetzung im Horizont der eigenen Erfahrungswelt, um die empfangenen Impulse für die Praxis fruchtbar werden zu lassen.

 

Zielgruppe:
Pädagogische Mitarbeitende aus Evangelischen Kindertageseinrichtungen

Leitung:
Peter Fuchs, Lehrer, Spielpädagoge nach Hengstenberg-Pikler, Fachbuchautor

Tagungsort:
Evangelisches Kitaforum, VEK, Lise-Meitner-Straße 6-8, 24768 Rendsburg

Kosten:
180,00 Euro (für Mitglieder)

Teilnehmende aus mitgliedschaftsähnlichen und anderen Einrichtungen zahlen einen höheren Teilnahmebeitrag (auf Anfrage)

Anmeldung:
bis zum 01.08.2019 - Bitte nur mit dem Anmeldeformular der VEK-Homepage

Teilnehmeranzahl:
maximale Teilnehmerzahl: 20

Koordination:
Maren Wulff; VEK; Tel.: 04331-593171; vek-rendsburg@diakonie-sh.de




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